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Fiesta Berlin

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Fiesta en Berlín, Museen & Ausstellungen, Tag, Wochenende / 03. Mai 2010 / von Ulla / 1 Kommentare

Frida Kahlo in Berlin

Seit dem vergangenen Freitag ist in Berlin eine neue Ausstellung zu sehen. Im Martin-Gropius-Bau in der Niederkirchnerstraße werden etwa 150 Werke der berühmten mexikanischen Malerin Frida Kahlo gezeigt. Die Sammlung umfasst Gemälde und Zeichnungen sowie seltene Fotographien, die das Leben Kahlos eindrucksvoll nachvollziehen. Zum ersten Mal ist Frida Kahlos Werk in dieser Form zu sehen, viele der Bilder waren noch nie vorher in  Europa ausgestellt. Die “Frida Kahlo – Retroperspektive” ist noch bis zum 9. August zu bewundern, täglich von 10:00 – 20:00 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8,00 Euro, für Schüler 5,00 Euro, Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt.

Die Gemälde begeistern durch ihre Farbigkeit, durch Details und (versteckte) Symbole. Über 60 der Bilder sind Selbstportraits. Die Kuratorin der Ausstellung, Helga Prignitz-Proda, spricht von Frida Kahlos großer Einsamkeit, die diese dazu bewog, sich selbst zu malen. Sie verschenkte die Gemälde an Freunde immer mit dem Hinweis “damit Du mich nicht vergisst…” Überhaupt sind die Werke Kahlos fast immer von deren großen physischen und psychischen Schmerzen geprägt. Sie verarbeitet Ihr(e) Leiden künstlerisch und ist auch deswegen zur Ikone geworden. Ihre schweren Depressionen und die chronischen Schmerzen, die sie seit einem Unfall mit 18 Jahren nicht mehr los wurde, spiegeln sich in den Bildnissen wider. Ihre Eheprobleme mit dem berühmten mexikanischen Maler Diego Rivera, dessen Untreue, aber auch ihre zahlreichen Affären mit Männern und Frauen, ihre politische Einstellung als Kommunistin, die Betonung ihrer indigenen Wurzeln sowie ihre Liebe zur traditionellen Kunst der Azteken und Maya prägen Frida Kahlos Werk. 

Frida Kahlo wird 1907 in Coyoacán, Mexiko, als drittes Kind geboren, mit sechs Jahren erkrankt sie an Kinderlähmung, aufgrund derer ihr rechtes Bein leicht verkürzt bleibt. Mit 18 jahren erleidet Frida einen schweren Unfall: bei einem Busunglück bohrt sich eine Stahlstange durch ihr Becken, sie ist lange Zeit ans Bett gefesselt und muss einen Ganzkörpergips, bzw. ein Stahlkorsett tragen. In dieser Zeit entdeckt sie auch ihre große Leidenschaft für die Malerei. Überraschender Weise lernt sie wieder laufen, die starken Schmerzen wird sie jedoch niemals los werden.  1929 heiratet Frida Kahlo den fast doppelt so alten Maler und Kommunisten Diego Rivera, der ihr nicht treu sein kann. Frida Kahlo kann keine Kinder bekommen, eine Folge des Busunfalls. Sie erleidet mehrere Fehlgeburten und verarbeitet auch diesen Schmerz in ihren Bildern. Nach längeren Aufenthalten in New York und San Francisco kehrt Frida Kahlo nach Mexiko zurück. 1939 lässt Rivera sich von ihr scheiden, kurz darauf heiratet das Paar jedoch erneut. Fridas Leben ist geprägt von Depressionen, Alkohol und Affären, unter anderem mit dem russischen Revolutionär Leo Trotzki, dem sie und Rivera Unterschlupf in ihrem Haus gewähren. Die Schmerzen Kahlos werden im Laufe ihres Lebens immer schlimmer, in 19 Jahren wird sie 32 Mal operiert. Gegen Ende ihres viel zu kurzen Lebens kann sie die Schmerzen nur noch mit hochdosierten Morphinen ertragen. Kurz vor ihrem Tod, Frida Kahlo ist bereits auf einen Rollstuhl angewiesen und kann ihr Bett kaum verlassen, wird ihr rechter Fuß amputiert. Am 13. Juli 1954 stirbt Frida Kahlo an einer Lugenembolie, wobei ihr nahestehende Freunde auch einen Selbstmord nicht ausschließen.

Das Werk Frida Kahlos, bewegende Bilder einer starken, aber leidenden Frau, die sowohl von Sehnsüchten und Träume zeugen, als auch von der schockierenden Realität lebenslanger Schmerzen, ist sowohl zeitlos als auch ein historisches Zeugnis. Humor und Lebensfreude, Liebe und Leidenschaft, Verzweiflung und Schmerz, Hoffnung und Angst vereinen sich in farbenprächtigen Gemälden, die voller Symbole und Anspielungen sind und dabei die indigenen Wurzeln einer sowohl politisch fortschrittlichen als auch traditionell verankerten Malerin zeigen.

Mehr Informationen zur Ausstellung: Frida Kahlo – Retroperspektive

Geschrieben von: Ulla

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Kunstmuseum Gehrke-Remund
05.03.10

Das größte Selbstbildnis von Frida Kahlo „Der verwundete Tisch” („La Mesa Herida”) ist nun im Kunstmuseum Gehrke-Remund in Baden-Baden
Ein außergewöhnliches Ereignis in der Kunstwelt: „Der verwundete Tisch“ wurde für die Frida Kahlo Kunstausstellung repliziert und ist im Kunstmuseum Gehrke-Remund zu sehen.

Eines der Dinge, die große Künstler ausmacht, ist deren außerordentliche Fähigkeit, sich selbst zu suchen.
Die Besten glauben, dass sie einen Weg finden um ihre Identität zu definieren, um ihre innere Welt auszudrücken, um unübertrefflich kreative Kunstwerke zu schaffen.
Keiner hat die Suche nach seiner eigenen Identität deutlicher in der zeitgenössischen Kunst zum Ausdruck gebracht als Frida Kahlo, die damit seit 1980 auf weltweite Resonanz stößt.

Die Gründer des Kunstmuseums Gehrke-Remund in Baden-Baden, Hans-Jürgen Gehrke und Dr. Mariella Remund präsentierten das wichtigste Werk von Frida Kahlo auf ihrer Suche nach der eigenen Identität: “Der verwundete Tisch” ( “La Mesa Herida”), 1940, Öl auf Leinwand, Verbleib unbekannt.

Herr Gehrke und Frau Dr. Remund beschreiben das Gemälde als: “Das größte Selbstporträt von Frida Kahlo” nicht nur wegen seiner ungewöhnlichen Größe, 122 x 244 cm, sondern weil jede der sieben Figuren und Objekte auf dem Gemälde einen Aspekt der komplexen Persönlichkeit der mexikanischen Künstlerin darstellen.

Die Geschichte vom Gemälde “Der verwundete Tisch” ist so geheimnisvoll und faszinierend wie die Künstlerin, die es gemalt hat. Frida Kahlo arbeitete von Ende 1939 bis in die ersten Wochen des Jahres 1940 an dem Gemälde – zu dem Zeitpunkt der Scheidung von Diego Rivera. “Der verwundete Tisch” wurde zum ersten Mal im Januar 1940 in Mexiko-Stadt in der Ausstellung des internationalen Surrealismus gezeigt, danach war es in den USA und Europa ausgestellt. Es ging 1955 auf dem Weg zu einer Ausstellung in Moskau verloren. Sieben Monate nach Frida Kahlos Tod. Seitdem gilt das Gemälde als verschollen.

Das Kunstmuseum Gehrke-Remund ist weltweit der einzige Inhaber der Rechte für die Replizierung der Gemälde von Frida Kahlo. Diese Lizenz wurde vom Träger der Urheberrechte Frida Kahlos gewährt: der Staat Mexiko, vertreten durch © Banco de México Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust / VG Bild-Kunst, Bonn 2008.

Um das Gemälde “Der verwundete Tisch” replizieren zu können haben Herr Gehrke und Frau Dr. Remund mehrere Jahre in sieben Sprachen recherchiert. Sie haben auch eine völlig neue und umfassende Interpretation des Gemäldes erarbeitet.

Mit über 111 Ölgemälden (lizenzierte Repliken : © Banco de México Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust / VG Bild-Kunst, Bonn 2008) ist die Ausstellung „Leid und Leidenschaft“ die umfangreichste Frida Kahlo Ausstellung weltweit.

Über uns:

Das Kunstmuseum Gehrke-Remund ist ein privat-geführtes Museum, gegründet in 2009. Es widmet sich der Darstellung monographischer Werke.
Das Kunstmuseum zeigt exklusiv die Werke von Frida Kahlo.

Die Besucher erhalten auf diese Weise einen umfassenden Eindruck über das Gesamtwerk von Frida Kahlo. So ist es möglich ihre Entwicklung zu erfassen und unterschiedliche Stilphasen zu erkennen durch welche die Künstlerin in ihrer Schaffenszeit gegangen ist.

Das Kunstmuseum Gehrke-Remund bietet ein umfassendes und einzigartiges Kunsterlebnis. Ein Umfeld ist geschaffen worden, welches nicht nur die Augen der Besucher auf sich zieht, sondern auch deren Geist und vor allem deren Herzen nachhaltig berührt.

Bei der Gestaltung der Ausstellung sind zwei wesentlichen Faktoren maßgeblich – der Respekt vor dem Besucher sowie die Achtung für den Künstler.

Die Besucher können Frida Kahlos Gemälde und ihr Umfeld intensiv erleben. Neben ihren Gemälden werden auch Tehuana Kleider und Schmuck gezeigt. Außerdem wird der Lebensmittelpunkt von Frida Kahlo und ihrer Familie, die Casa Azul (das Blaue Haus) und ihr Garten mit der aztekischen Pyramide eindrucksvoll nachempfunden.

Die Gründer vom Kunstmuseum Gehrke-Remund – Hans-Jürgen Gehrke und Dr. Mariella C. Remund – sind Kunstliebhaber, Kunstsammler und Kunsthistoriker aus Leidenschaft. Beide verfügen über langjährige Berufserfahrung an der Spitze internationaler Unternehmen und wissenschaftlicher Einrichtungen in Deutschland, Italien, Frankreich, Schweiz, USA, Spanien, Süd-Amerika und China.

Kunstmuseum Gehrke-Remund GmbH
Industriestrasse 9a
76532 Baden-Baden, Deutschland
Tel Nr.: 07221 9711899
info@Kustmuseum-Gehrke-Remund

Tag: Frida Kahlo, Baden-Baden, Ausstellung, Kunst, Museum, Kunstmuseum, Gehrke-Remund, Gesamtwerk, La mesa herida, Der verwundete Tisch, Die verwundete Tafel, Dauerausstellung, Casa Azul,

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