Zum jetzt siebten Mal findet auch in diesem Jahr das 11-mm Filmfestival statt. Vom 13. – 17. März werden im Kino Babylon (Rosa-Luxemburg-Str. 30) über 40 Filme rund um das Thema Fußball gezeigt. Den thematischen Schwerpunkt bildet “Fußballkultur in Afrika”, der nicht nur im WM Jahr 2010 passend erscheint. Der Film “Togo” (Schweiz, 2008) gewährt Einblicke in die Begeisterung des togolesischen Volks und die harte Realität des afrikanischen Fußballgeschäfts. Bei den beiden Festival-Vorführungen werden sowohl die Regisseure des Films, Pierre Morath und Nicholas Peart, als auch der ehemalige Nationaltrainer Togos, Otto Pfister und der Ex-Nationalspieler Bschirou Salou anwesend sein. Ein weiteres Highlight ist der Film “Au Couer des Eléphants”, der zweite Teil einer Dokumentarfilmreihe, in der der französische Filmemacher Cédric Degruson, die Fußballnationalmannschaft der Elfenbeinküste begleitet. Der Film feiert am Samstag, den 13. März, seine Deutschlandpremiere in Anwesenheit des Regisseurs. Zum ersten Mal wird es in diesem Jahr auch eine eigene Kinder- und Jugendfilmreihe geben. “Teufelskicker” (Deutschland, 2010) mit Benno Führmann und Gastauftritten von Philipp Lahm und “Poldi” wird die Jüngsten ebenso begeistern wie der schwedische Fußball-Klassiker “Fimpen” aus dem Jahre 1974.
Das 11-mm-Filmfestival, das erstmals 2004 unter dem Motto “Fußballfime aus England” stattfand, hat es sich nach zur Aufgabe gemacht, “der Fußballkultur neue Impulse zu verleihen”. Die Idee, durch Austellungen, Lesungen, Theateraufführungen, Diskussionsrunden und eben Filmvorführungen, ein gebildetes, interessiertes und vorallem fußballverrücktes Publikum auch abseits des grünen Rasens zu begeistern.
Beim diesjährigen Festival gibt es besonders viele Highlights zu bestaunen. Da wäre zum Einen der Spielfilm “66/67 – Fairplay war gestern”, der sechs Fans von Eintracht Braunschweig begleitet und beim Züricher Filmfestival 2009 den Preis für den besten deutschsprachigen Spielfilm erhielt. (So, 14.3. 21:30 Uhr)
Wirklich sehenswert ist sicher auch “Maradona par Kusturica”, des spanischen Regisseurs Emir Kusturica, der selbsternannte Maradona der Filmemacher. Die Lebensgeschichte und Weltkarriere des Ausnahmefußballers Diego Maradona wird in diesem Dokumentarfilm nachgezeichnet und lässt weder “die Hand Gottes” aussen vor, noch die tragischen Abstürze des argentinischen Volkshelden. (So., 14.3. 21:30 Uhr)
In “Die schönste Nebensache der Welt” erzählen Fußballerinnen aus drei Generationen Geschichte des deutschen Frauenfußballs, begleitet von vielen historischen Ereignissen und Anekdoten aus dem Ost- und Westteil der Bundesrepublik. Die Regisseurin Tanja Bubbel wird bei der Premiere am Mittwoch, 17. März um 18:00 Uhr anwesend sein.
Beim einem Berliner Film-Festival dürfen natürlich auch Beiträge aus und über Berlin nicht fehlen. Am Montag, den 15. März ist deshalb “Union-Berlin-Abend“. In Anwesenheit des Regisseurs Alexander Schimpke wird um 19 Uhr “Das Rudel” gezeigt. Der Film zeigt die Ultras der “Eisernen” im Fanblock während des Fußballklassikers gegen Dynamo Dresden am letzten Spieltag der Regionalliga-Saison. Außerdem wird in dieser Doppelvorführung die Dokumentation “Eisern vereint” von Andreas Gräfenstein und Fabian Daub gezeigt, die den Blick auf die Fans richtet, welche in harter Arbeit das Stadion an der alten Försterei erneuerten. In 82 Minuten werden Erinnerungen wach: vom Schuften auf der Baustelle bis zum Eröffnungsspiel gegen Hertha BSC.
Der Hertha BSC Saisonrüblick 2008 /09, der am Dienstag, 16. März um 21:00 Uhr, in Anwesenheit des Regisseurs Michael Dötsch, gezeigt wird, erzählt von den Fans der Blau-Weißen in ihrer erfolgreichsten und vielleicht glücklichsten Saison, die aufwendige Vorbereitung und die grandiosen Choreographien im Fanblock der Supporter.
Am Sonntag, den 13. März wird um 18:00 Uhr die Fotoausstellung “Traumfußball – Geschichten aus Afrika“ mit einer Lesung des Reporters und Fotographen Thilo Thielke erföffnet. Thielke besuchte Streetfootball-Mannschaften in Mosambik, fotographierte die feiernden Fans in Soweto, begleitete Berti Vogts beim Scheitern in Nigeria, erkundete Voodoo-Kult im tansanischen Fußball und dokumentierte den Aufstieg eines kenianischen Teams vom Sozialprojekt zum Proficlub.
Am Dienstag den 16. März findet um 19:00 ein Filmgespräch mit Aljoscha Pause statt, der sich mit dem “Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball” auseinandergesetzt hat. Die gleichnamige brisante DSF-Reportage (ausgezeichnet mit dem Grimme-Preis 2010) fragt nach dem Status-Quo gleichgeschlechtlicher Liebe im Fußballsport. Im anschließenden Gespräch soll unaufgeregt über die gesellschaftlich relevante Thematik informiert werden, sowie die Reportage mit weiteren interessanten Gästen diskutiert werden. Der Eintritt ist frei!
Das 11-mm-Filmfestival ist ein Projekt von Brot und Spiele e.V. und wird von der Kulturstiftung des DFB präsentiert.
Weiter Infos und das komplette Programm gibt es hier!










Kommentiere!