Wer glaubt, Leonard Cohen nicht zu kennen, täuscht sich ganz sicher. Möglicherweise ist nicht jedem sofort diese Legende der Musikgeschichte ein Begriff, ganz sicher aber kennt man seine Lieder, die Melodien und Texte. Häufig war es nämlich gar nicht Leonard Cohen selbst, der mit seinen Songs die größten Erfolge hatte. “First we take Manhattan” wurde erst in der Version von Joe Cocker richtig berühmt, ebenso “Hallelujah” gesungen von Künstlern wie Rufus Wainwright, Bon Jovi oder John Cale. Es gibt etliche solcher Beispiele.
Cohens bekannteste Lieder stammen fast ausnahmslos von seinem ersten Album, “Songs from Leonard Cohen”, das 1967 erstmals veröffentlicht wurde und als eines der einflussreichsten seiner Zeit gilt. Darauf finden sich u.a. “Suzanne”, “The Stranger Song”, “So long, Marianne”, “Sisters of Mercy” und “Winter Lady”.
Am Mittwoch, den 18. August 2010 macht Mr. Leonard Cohen im Rahmen seiner Welttournee Station in Berlin. Ab 18:30 Uhr gibt er ein Konzert auf der Waldbühne. Wer sich das nicht entgehen lassen will, sollte sich schnell um Tickets kümmern, bei Cohens Tour vor 2 Jahren waren alle Daten sofort ausverkauft. Karten gibt es ab ca. 70 Euro im Internet und allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Leonard Cohen wurde 1934 in Kanada, in der Nähe von Montreal, geboren. Schon mit 13 Jahren lernte er Gitarre spielen, dennoch blieb für ihn die Musik lange Zeit eher zweitrangig. Cohen versuchte sich als Schriftsteller und konnte auch einige Erfolge verzeichnen. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen “The Spice-Box of Earth” (1961) oder die Gedichtsammlung “Flowers for Hitler” (1964). Leonars Cohen, Sohn einer jüdischen Mittelschichtsfamilie, verließ Anfang der 1960er Jahre Kanada, um durch Europa zu reisen. Zwichenzeitlich lebte er auf der griechischen Insel Hydra. 1967 kam er nach Amerika und begann in New York seine Musikkarriere mit der Veröffentlichung seines Albums “The Songs of Leonard Cohen”. Cohen lebte damals im Chelsea Hotel und führte eine Beziehung mit Janis Joplin. In dieser Zeit wurde Leonard Cohen als “neuer Bob Dylan” gefeiert. Es folgten weitere Alben, die vor allem in Europa sehr erfolgreich waren.
Mitte der 1990er Jahre zog sich Leonard Cohen in ein buddhistisches Kloster zutück und wurde sogar zum Mönch ernannt. Zur großen Überraschung seiner Fans erschien im Jahr 2001 ein neues Cohen-Album mit dem Titel “Ten New Songs”. Kurz nachdem Leonard Cohen am 10. März 2008 in die Rock ‘n’ Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, startete er seine erste große Tournee seit 15 Jahren.
Wir freuen uns, Mr. Leonard Cohen dieses Jahr zu fünf Konzerten in Deutschland begrüßen zu können, u.a. in Berlin!
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