Frida Kahlo in Berlin

(Foto: © Nickolas Muray Photo Archives/ VG Bild-Kunst, Bonn 2010)
Seit dem vergangenen Freitag ist in Berlin eine neue Ausstellung zu sehen. Im Martin-Gropius-Bau in der Niederkirchnerstraße werden etwa 150 Werke der berühmten mexikanischen Malerin Frida Kahlo gezeigt. Die Sammlung umfasst Gemälde und Zeichnungen sowie seltene Fotographien, die das Leben Kahlos eindrucksvoll nachvollziehen. Zum ersten Mal ist Frida Kahlos Werk in dieser Form zu sehen, viele der Bilder waren noch nie vorher in Europa ausgestellt. Die “Frida Kahlo – Retroperspektive” ist noch bis zum 9. August zu bewundern, täglich von 10:00 – 20:00 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8,00 Euro, für Schüler 5,00 Euro, Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt.
Die Gemälde begeistern durch ihre Farbigkeit, durch Details und (versteckte) Symbole. Über 60 der Bilder sind Selbstportraits. Die Kuratorin der Ausstellung, Helga Prignitz-Proda, spricht von Frida Kahlos großer Einsamkeit, die diese dazu bewog, sich selbst zu malen. Sie verschenkte die Gemälde an Freunde immer mit dem Hinweis “damit Du mich nicht vergisst…” Überhaupt sind die Werke Kahlos fast immer von deren großen physischen und psychischen Schmerzen geprägt. Sie verarbeitet Ihr(e) Leiden künstlerisch und ist auch deswegen zur Ikone geworden. Ihre schweren Depressionen und die chronischen Schmerzen, die sie seit einem Unfall mit 18 Jahren nicht mehr los wurde, spiegeln sich in den Bildnissen wider. Ihre Eheprobleme mit dem berühmten mexikanischen Maler Diego Rivera, dessen Untreue, aber auch ihre zahlreichen Affären mit Männern und Frauen, ihre politische Einstellung als Kommunistin, die Betonung ihrer indigenen Wurzeln sowie ihre Liebe zur traditionellen Kunst der Azteken und Maya prägen Frida Kahlos Werk. Read more »
Date: 3. Mai 2010

