Samstag, 4 of September of 2010

Tag » Kunst

Frida Kahlo in Berlin

(Foto: © Nickolas Muray Photo Archives/ VG Bild-Kunst, Bonn 2010)

Seit dem vergangenen Freitag ist in Berlin eine neue Ausstellung zu sehen. Im Martin-Gropius-Bau in der Niederkirchnerstraße werden etwa 150 Werke der berühmten mexikanischen Malerin Frida Kahlo gezeigt. Die Sammlung umfasst Gemälde und Zeichnungen sowie seltene Fotographien, die das Leben Kahlos eindrucksvoll nachvollziehen. Zum ersten Mal ist Frida Kahlos Werk in dieser Form zu sehen, viele der Bilder waren noch nie vorher in  Europa ausgestellt. Die “Frida Kahlo – Retroperspektive” ist noch bis zum 9. August zu bewundern, täglich von 10:00 – 20:00 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8,00 Euro, für Schüler 5,00 Euro, Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt.

Die Gemälde begeistern durch ihre Farbigkeit, durch Details und (versteckte) Symbole. Über 60 der Bilder sind Selbstportraits. Die Kuratorin der Ausstellung, Helga Prignitz-Proda, spricht von Frida Kahlos großer Einsamkeit, die diese dazu bewog, sich selbst zu malen. Sie verschenkte die Gemälde an Freunde immer mit dem Hinweis “damit Du mich nicht vergisst…” Überhaupt sind die Werke Kahlos fast immer von deren großen physischen und psychischen Schmerzen geprägt. Sie verarbeitet Ihr(e) Leiden künstlerisch und ist auch deswegen zur Ikone geworden. Ihre schweren Depressionen und die chronischen Schmerzen, die sie seit einem Unfall mit 18 Jahren nicht mehr los wurde, spiegeln sich in den Bildnissen wider. Ihre Eheprobleme mit dem berühmten mexikanischen Maler Diego Rivera, dessen Untreue, aber auch ihre zahlreichen Affären mit Männern und Frauen, ihre politische Einstellung als Kommunistin, die Betonung ihrer indigenen Wurzeln sowie ihre Liebe zur traditionellen Kunst der Azteken und Maya prägen Frida Kahlos Werk.  Read more »


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Moderne Zeiten in der Nationalgalerie

© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Foto: Jörg P. Anders, Berlin

© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Foto: Jörg P. Anders, Berlin

Seit dem 12. März zeigt die Nationalgalerie Berlin im Mies van der Rohe-Bau Hauptwerke der Bildhauerkunst und modernen Malerei, der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Viele Highlights der Epoche von 1900 bis 1945 aus Expressionismus, Neuer Sachlichkeit, Surrealismus, Bauhaus und Dada sind zu bestaunen. In 18 Ausstellungsräumen können sich die Besucher faszinieren lassen und über die bewegte Zeitgeschichte informieren.

Darüber hinaus spiegelt die Ausstellung die bewegte (politische) Geschichte der Nationalgalerie wider, gezeigt werden bspw. die spezifischen Besonderheiten der Zeit des Kaiserreichs, der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus, in der Bundesrepublik und DDR.

Der Gang durch die Ausstellung verläuft nicht streng chronologisch, sondern orientiert sich vielmehr an den bedeutenden zeitgeschichtlichen Geschehnissen. Das Verhältnis von Mensch und Maschine wird beeindruckend dargestellt, ebenso ist die künstlerische Auseinandersetzung mit den Weltkriegen zu bewundern. Ernst-Ludwig Kirchner, Max Beckmann und Rudolf Belling sind sogar einzelne Räume gewidmet, in denen das Werk des jeweiligen Künstlers intensiv erlebt werden kann.

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Künstlertreff “Tacheles”

Zwischen den neu-sanierten Gebäuden in der Oranienburger Straße in Berlin Mitte, fällt das abrissgefährdete Gebäude sofort ins Auge. Es passt nicht in das schicke Touristenviertel des neuen Berlins mit noblen Restaurants und sauberen Bürgerhäusern. Wenn man in den Hof oder in das Treppenhaus tritt, entdeckt man ein bunt-zusammengewürfeltes Sammelsurium von Kunst. Überall sind bunte Graffitis an den Wänden und der Müll stapelt sich. Man betritt ein eine  andere Welt. Niemand stört sich hier an der Unordnung, dem Geruch, dem Chaos.

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